Dienstag, 19. Juli 2016

19.7.2016 Leirubakki - Sprengisandur - Myvatn



Nach einer Nacht, in der ich gegen 2 Uhr nachts das erste Mitternachtslicht (durch's Fenster) fotografierte, ...
...stand heute für uns die längste Tortur an, die ganztägige Fahrt (weil man nur langsam fahren kann) durch die Sprengisandur-Hochlandpiste – inkl. einiger Furten, die zu durchqueren waren. Bei den ersten bin ich noch mit Gummistiefeln voraus gegangen, um die Tiefe auszuloten...
... und dann zu filmen bzw. zu fotografieren, wie Thomas mit dem Qashqai dann da durch fährt. 
Puh, ist jedes Mal gut gegangen. Ist ja nur ein normal-SUV kein richtiger Geländewagen. 
Unterwegs zeigt auch die Vulkanwüste, dass Farben ihr nicht fremd sind.
*
Wir kamen an zwei tollen Wasserfällen vorbei, als die Tortur-Piste schon fast zu Ende war. Zunächst der Hrafnabjargafoss der aus drei Teilbereichen besteht, die man auf diesem Foto fast alle zusammen sehen kann: einer Art Stromschnelle (ganz links), dann einem kleinen vierstrahligen Fall (in der Mitte) und schließlich einem hufeisenförmigen klein-Niagara-Wasserfall (rechts).
Wenn wir die Stromschnelle einmal weglassen, ergeben sich von den anderen beiden sehr schöne Fotos. Hier zunächst von dem vierstrahligen mittleren Fall...
*
... und schließlich von Klein-Niagara, der uns besonders gut gefallen hat. Aber: wir haben hier keine Langzeitaufnahmen gemacht, weil Thomas meinte, der hätte zu viel Wasser. Dass das kein Hinderungsgrund sei sollte, hat uns später der Dettifoss gezeigt.
*
*
 *
Nur kurze Zeit später muss der Skjálfandafljót-Fluss einen weiteren Absatz überwinden und bildet so den Aldeyjarfoss mit tollen Basaltsäulen als Zierde.
 *
Die Langzeitaufnahme mit Filter bringt die Wasserbewegung noch deutlicher zum Ausdruck:
Da, wo der Fluss seinen weiteren Weg sucht, ist die ganze Felswand aus diesen Basaltsäulen gestaltet:
Den bekanntesten Wasserfall des Skjálfandafljót-Flusses, der aus dem Vatnajökull kommt, den Godafoss, haben wir für morgen eingeplant.
Wir fahren weiter zum Ziel, dem Myvatn (dem Mücken-See), essen etwas in dem Bistro direkt neben dem Hotel Reynihlid, in dem auch die Landrover Experience Gruppe untergebracht ist, wie man sieht...
... und drehen noch eine Runde im Auto um den See. Kurze Besteigung von einem der Pseudokrater am Südende des Sees (umschwirrt von Tausenden kleiner Fliegen, die zum Glück weder beißen noch stechen, also nur lästig sind), die durch vulkanische Gasblasen entstanden sind, also nie selbst vulkanisches Material zutage gefördert haben.
Beim Tanken bekommen wir im angeschlossenen Supermarkt endlich mal ein Sixpack Dosenbier (kostet natürlich nur 1/4 des Preises im Hotel) und trinken eins davon zusammen (0,5l) auf dem Zimmer.

Kommentare:

  1. Ríðum, ríðum, rekum yfir sandinn,
    rennur sól á bak við Arnarfell.
    Hér á reiki' er margur óhreinn andinn
    úr því fer að skyggja á jökulsvell.
    Drottinn leiði drösulinn minn,
    drjúgur verður síðasti áfanginn.

    Þei þei, þei þei. Þaut í holti tófa,
    þurran vill hún blóði væta góm,
    eða líka einhver var að hóa
    undarlega digrum karlaróm.
    Útilegumenn í Ódáðahraun
    eru kannski' að smala fé á laun.

    Ríðum, ríðum, rekum yfir sandinn,
    rökkrið er að síga' á Herðubreið.
    Álfadrotting er að beisla gandinn,
    ekki' er gott að verða' á hennar leið.
    Vænsta klárinn vildi' ég gefa til
    að vera kominn ofan í Kiðagil.

    AntwortenLöschen
  2. Wir reiten, reiten, jagen über den Sand,
    die Sonne sinkt hinter dem Arnarfell.
    Hier in diesem Gebiet gibt es viele unreine Geister,
    die herauskommen aus dem Schatten im Gletschergebiet.
    Herr, führe mein Ross,
    die letzte Wegstrecke wird schwer.

    Pst, pst, pst, pst. Auf einem Steinhügel rennt eine Polarfüchsin,
    ihren trockenen Gaumen will sie mit Blut netzen,
    oder vielleicht rief auch jemand
    mit einer seltsamen, dunklen Männerstimme.
    Die Geächteten aus dem Ódáðahraun
    treiben vielleicht heimlich Schafe zusammen.

    Wir reiten, reiten, jagen über den Sand,
    die Abenddämmerung senkt sich über Herðubreið.
    Die Elfenkönigin zäumt ihren Zelter,
    es ist nicht gut, ihr in den Weg zu kommen.
    Mein bestes Pferd würde ich geben,
    wenn ich schon drüben in Kiðagil wäre.

    AntwortenLöschen
  3. Ja schöne Bilder von der Sprengisandur!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hattest Du Dir so eine Mühe mit dem Gedicht gemacht und ich habe noch gar nichts dazu gesagt... Ja, das ist schon eine öde Wildnis da. Und von der Gegend sind ja hauptsächlich Wasserfallfotos hier drin. Hätte nocn ein paar mit den grünen Wasseraderrändern...

      Löschen
    2. Copy and Paste ist keine Mühe, aber trotzdem Danke! Und die Bearbeitungen finde ich toll.

      Löschen
    3. Ich hoffe, es ist beim tonemapping nicht zu extrem geraten - bin selbst oft ganz fasziniert, was da noch herausgeholt werden kann!

      Löschen